JEDEM DIE GLEICHE BILDUNGSCHANCE !

Bildungsungleichheit

 

Im Grundgesetz heißt es, dass niemand aufgrund seiner sozialen Herkunft benachteiligt werden darf. Doch die Realität sieht anders aus: Chancenungleichheiten prägen das Deutsche Schulsystem. Noch immer ist Studieren ein teurer Spaß! Gleiche Bildungs- und damit Lebenschancen ist ein Kernanliegen der GEMEINSCHAFT FREIER WÄHLER.

Die Bildung eines Menschen ist die bedeutendste Voraussetzung für viele unterschiedliche Lebenswege und damit unentbehrlich für die persönliche Entwicklung. Erst durch sie wird die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben überhaupt möglich. Wir sind der Meinung, dass jedes Kind – unabhängig der sozialen Schichtzugehörigkeit – die gleichen Chancen auf Bildung erhalten soll.

 

V e r l ä n g e r u n g   d e r   g e m e i n s a m e n   G r u n d s c h u l z e i t  ! 

Eine besondere Rolle spielt in diesem Kontext die Selektion der Schulkinder auf verschiedene Schulformen am Ende der Grundschulzeit. Diese Weichenstellung hat für das Kind langfristig bindende und sozial selektive Konsequenzen. Nur in sehr wenigen Fällen erfolgt danach noch eine Korrektur. Vielfach ist auf Seiten der Eltern diese Aufteilung von Ängsten und Sorgen begleitet. Diese Unsicherheit besteht auch seitens der Grundschulen: Fast die Hälfte der Lehrereinschätzungen stimmen nicht mit den wirklichen Fähigkeiten des Kindes überein.

Wir sind davon überzeugt, dass eine vierjährige gemeinsame Lernzeit zu kurz ist. Der Grundschule muss mehr Zeit gegeben werden, die nach der sozialen Herkunft bestehenden Leistungsunterschiede zu mildern. Europaweit verfügen schon heute 26 Staaten über eine längere Grundschulzeit – nur Berlin und Brandenburg unterrichten bisher gemeinsam bis zur 6. Klasse. Ebenfalls sorgt eine Verlängerung der Grundschulzeit für eine sicherere Entscheidungsfindung. Nicht zuletzt können auch die Schulkinder in einem höheren Maße an der Bildungsentscheidung Einfluss nehmen. Des Weiteren haben Erfahrungen gezeigt, dass eine verlängerte gemeinsame Schulzeit häufig in höhere Bildungsentscheidungen mündet.

 

B i l d u n g   i s t   k e i n e   W a r e  !

Die niedersächsische Landesregierung hat es noch immer nicht geschafft, die Studiengebühren gänzlich abzuschaffen – faktisch sind sie auch weiterhin existent. Durch die Addition mehrerer Gebühren, kostet Studieren in Niedersachsen in der Regel weit über 350 Euro pro Fachsemester (halbes Jahr). Wir fordern daher, dass Bildung nicht länger von den Finanzen abhängen darf. Bildung muss jedem frei zugänglich sein!

 

F a z i t 

Alle Schulkinder sollten im Zuge einer Verlängerung der Grundschulzeit, um die Leistungsunterschiede zu mildern und eine bessere Entscheidungsfindung zu ermöglichen, die gleichen Chancen für ihren individuellen Bildungs- und Lebensweg zur Verfügung stehen. Es darf nicht der Fall sein, dass die Bildungsentscheidung von der sozialen Schicht beeinflusst und die Zukunft der Kinder davon mitbestimmt wird. Diese Entscheidung darf nicht willkürlich getroffen werden!

Des Weiteren setzt sich die Gemeinschaft Freier Wähler für die endgültige Abschaffung der Studiengebühren ein. Wir fordern kostenfreies Lernen, da jedem Menschen für die Gestaltung seines Lebens dieselben Chancen zur Verfügung stehen sollten!

 

von Dustin Jung, 31.07.2016, 05:18

 

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